Seit dieser Woche ist das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ erhältlich – und sorgt dafür, dass Kinder, Teenager und Erwachsene gleichermaßen in der Stadt und auf dem Land unterwegs sind, um kleine virtuelle Monster einzufangen. Praxisvita erklärt, welche gesundheitlichen Vor- und Nachteile das Spiel haben kann.

Beeinflusst „Pokémon Go“ mein Gehirn?
„Pokémon Go“ spricht das Belohnungssystem in unserem Gehirn an. Fängt man ein neues, seltenes Pokémon, werden vermehrt Botenstoffe freigesetzt, die Glücksgefühle auslösen, darunter auch den Botenstoff Dopamin. Der aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn und löst ein Wohlgefühl aus.
Spielt man regelmäßig „Pokémon Go“, werden Verknüpfungen zwischen Nervenzellen gestärkt und die Lernfähigkeit des Gehirns auf diese Weise trainiert. Je häufiger man es wiederholt, desto stärker wird diese Verknüpfung. Spürt man also das Vibrieren des Handys in der Tasche, sobald ein neues Pokémon in der Nähe ist, reagiert das Gehirn auf diesen Reiz und aktiviert das Belohnungssystem.
Gleichzeitig spielt bei „Pokémon Go“ allerdings auch der Suchtfaktor eine große Rolle. Denn wie auch beim Glücksspiel fordert das Gehirn zum Weiterspielen auf, um erneut das Wohlgefühl durch Dopamin zu bekommen. Mit fortlaufender Spieldauer fällt es dann immer schwerer, dieser Forderung zu widerstehen und es kommt zu einem Suchtverhalten.
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